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Kritik: „Nosferatu“ (2024) – Würdige Wiederauferstehung einer Gruselikone

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Kann man einen über 100 Jahre alten Horrorfilm für das heutige Publikum auflegen? Oh ja, wenn der Regisseur Robert Eggers heißt. Authentisch und folkloristisch gibt Eggers dem Vampir neuen Biss. Vampire oder Zombies? Mitte der 2000er Jahre und bis in die 2010er hinein war das die große Debatte innerhalb der Popkultur. Und letztendlich sah es nach einem ziemlich klaren Sieg der Zombies aus, die noch bis heute Films, Serien und Games dominieren. Der ansonsten großartige Robert Pattinson gelang es in seiner Rolle als Glitzer-Vampir Edward in der schnulzigen „Twilight“-Reihe, dass nicht nur ich, sondern auch viele andere Nerds die untoten Blutsauger satt hatten. Niemand schien mehr so wirklich zu wissen, wie sich Geschichten um Vampire noch interessant und vor allen Dingen gruselig erzählen ließen. Dabei dominierten sie doch einst das Horrorgenre. Unvergessen sind Christopher Lee oder Belá Lugosi in der Rolle des berühmten Graf Draculas. Und natürlich gab es da noch den nicht weniger legen...

Meine Filmliste 2024

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2024 liegt hinter uns, und trotz weniger nennenswerter Blockbuster und einigen Flops war es insgesamt ein gutes Filmjahr. Hier ist meine persönliche Liste mit allen Veröffentlichungen, die ich gesehen habe. Vom Wüstenplaneten bis zu körperlichen Transformationen – das Filmjahr 2024 hatte einiges zu bieten. Zwischen Highlights, die garantiert bei den Award-Shows absahnen werden, gesellen sich aber auch wieder einige Luftnummern.  Ich habe an dieser Stelle sämtliche Filme aufgelistet, die in diesem Jahr neu in die Kinos oder Streaming kamen und die ich gesehen habe. Meine Liste verläuft dabei von den schlechtesten zu den besten und beinhaltet auch ein paar Streifen, denen ich keinen eigenen Artikel widmen konnte oder wollte, da mir die Zeit fehlte oder ich nicht allzu viel dazu zu sagen hatte. Dennoch möchte ich auch zu denen ein paar Worte verlieren.  Auf ein frohes neues Jahr 2025 und viele wunderbare oder grässliche Filme, an denen wir uns erfreuen oder darüber ärgern können!...

Kritik: “A Different Man” – Ein absurder Blick hinter die menschliche Fassade

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Was macht uns als Menschen aus? Ist es wirklich nur das Äußere, das zählt oder die inneren Werte? Diese und weitere Fragen beantwortet “A Different Man” auf eine großartige, ungewöhnliche Weise. “ [So] wie der Mensch aussieht, wird er anjesehen", hieß es schon vor über 100 Jahren in Carl Zuckmayers Theaterstück “Der Hauptmann von Köpenick”, das auf einer wahren Berliner Begebenheit beruht. Damals schaffte es der mittellose Hochstapler Friedrich Wilhelm Voigt, den östlichen Ortsteil der heutigen Hauptstadt zu narren, indem er sich einer Offiziersuniform bemächtigte und sich als Hauptmann ausgab. Das Äußere zählt also, wenn man sich durch ein paar schicke Kleider blenden lässt. Aber was machen diejenigen unserer Gesellschaft, denen das aufgrund angeborener Makel unmöglich ist? Ich rede hier nicht nur von dem, was wir als gemeinhin “gutaussehend” oder “unattraktiv” verstehen. Vielmehr spreche ich von denen, deren Aussehen wegen Krankheiten oder von Geburt an deformiert ist. “The Elep...

Kritik: “Anora” – Eine wilde Achterbahnfahrt der Emotionen

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Eine menschliche Auseinandersetzung mit den Randgruppen der Gesellschaft zeichnet Sean Bakers Filme aus. Auch sein neuster Einblick in den Klassenkampf der USA überzeugt auf ganzer Linie. Wenn wir an die Vereinigten Staaten von Amerika denken, fallen uns wahrscheinlich Wall Street, Disneyland und ein gewisser orangehäutiger “Milliardär” ein. Fernab des “American Dreams” liegt aber eine hässliche, von Armut, Verzweiflung und erbitterten Konkurrenzkampf geprägte Welt. Genau diese Welt legt der Regisseur und Drehbuchautor Sean Baker offen. In seinen Filmen, zumindest die ich von ihm gesehen habe, zeichnet er faszinierende Charakterstudien von gescheiterten Existenz, die wir nur selten zu Gesicht bekommen. Oder auch wollen. So beschäftigte sich etwa “The Florida Project” (2017) mit den Bewohner:innen eines heruntergekommenen Motels, das unweit von Disneyland liegt. “Red Rocket” (2021) erzählt von einem Ex-Pornostar (Simon Rex), der sich in einer texanischen Kleinstadt durch Betrügereien...

Kritik: "The Substance" – Wo der Wahn im Schönheitswahn steckt

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Die bitterböse Body-Horror-Satire ist nicht nur ein fulminantes Comeback für Demi Moore, sondern auch eine geniale Abrechnung mit dem weiblichen Schönheitsideal. Filmfans mit starken Magen kommen hier voll auf ihre Kosten! “Sometimes when I watch TV I stop being myself. I'm a star, I have my own talk show, or I'm on the news getting out of a limo. All I ever have to do is be famous. People watch me, and they love me, I will never grow old, and never die.” So schallte es einst in John Carpenters “They Live!” aus einem Fernsehgerät auf den Protagonisten ein. Was in dem Sci-Fi-Horrorfilm von 1988 noch als eine Gehirnwäsche einer geheimen Machtelite gedacht war, ist heute leider Realität geworden.  Durch Reality-TV, Hollywoodfilme und Social Media ist der Druck, den Traum vom großen Ruhm, Anerkennung und damit “ewigen Leben” zu erreichen, größer denn je. Und hauptsächlich ist es das Aussehen, das als Mittel zum Zweck diesen Traum erfüllen soll. Besonders das weibliche Geschlecht le...