Kritik: „Nosferatu“ (2024) – Würdige Wiederauferstehung einer Gruselikone
Kann man einen über 100 Jahre alten Horrorfilm für das heutige Publikum auflegen? Oh ja, wenn der Regisseur Robert Eggers heißt. Authentisch und folkloristisch gibt Eggers dem Vampir neuen Biss. Vampire oder Zombies? Mitte der 2000er Jahre und bis in die 2010er hinein war das die große Debatte innerhalb der Popkultur. Und letztendlich sah es nach einem ziemlich klaren Sieg der Zombies aus, die noch bis heute Films, Serien und Games dominieren. Der ansonsten großartige Robert Pattinson gelang es in seiner Rolle als Glitzer-Vampir Edward in der schnulzigen „Twilight“-Reihe, dass nicht nur ich, sondern auch viele andere Nerds die untoten Blutsauger satt hatten. Niemand schien mehr so wirklich zu wissen, wie sich Geschichten um Vampire noch interessant und vor allen Dingen gruselig erzählen ließen. Dabei dominierten sie doch einst das Horrorgenre. Unvergessen sind Christopher Lee oder Belá Lugosi in der Rolle des berühmten Graf Draculas. Und natürlich gab es da noch den nicht weniger legen...