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Es werden Posts vom Februar, 2025 angezeigt.

Das Oscars-Orakel 2025

Selten war das Rennen um die Oscars so spannend und vorab schon so kontrovers. Hier gebe ich meine Voraussagen und Tipps für den Filmpreis ab. Alles ohne Gewähr.  Am kommenden Sonntag, den 3. März, lässt sich im Dolby Theatre von Hollywood, Los Angeles wieder alles von der internationalen Filmbranche sehen, was Rang und Namen hat. Denn die Academy Awards alias die Oscarverleihung stehen zum mittlerweile 97. Mal an!  Auch wenn die Relevanz des Filmpreises durchaus hinterfragt werden darf, vor allem da nicht immer die wirklich besten Filme des Jahres berücksichtigt sind, macht es dennoch Spaß, das Event zu verfolgen. Für mich hat der Award einen “sportlichen” Charakter. Ich spekuliere gerne, welche Nominierungen die Nase vorn haben, wer überraschen könnte und wer womöglich leer ausgeht.  In diesem Jahr wird es besonders spannend, da in einigen Kategorien bisher keine eindeutigen Favorit*innen zu erkennen sind. Normalerweise kristallisieren sich diese in den vorangehenden Pr...

Kritik: “Emilia Pérez” – ¿Que está sucediendo?

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Das Crime-Drama-Musical “Emilia Pérez” hat seit seinen 13 Oscar-Nominierungen viel Kritik abbekommen. Zurecht? Bis zu einem gewissen Grad lautet die Antwort: Ja.  Es gibt gewisse Zitate aus Filmen, die sich in meinem Alltag etabliert haben. Einer davon stammt aus Peter Weirs großartigen “Truman Show”. Der verzweifelte Protagonist Truman Burbank (Jim Carrey) sitzt mit seiner vermeintlichen Ehefrau (Laura Linney) in der Küche und versucht, ein ernstes Gespräch mit ihr zu führen. Diese lenkt aber davon ab, indem sie eine Schleichwerbung für Kakaopulver herunterbetet, woraufhin ihr Gatte ein energisches “Tell me what is HAPPENING!” entgegen schreit.   Genau dieser Satz lief durch meinen Kopf, als ich Jacques Audiards (“Der Geschmack von Rost und Knochen”) Crime-Drama-Musical “Emilia Pérez” im Kino sah. Der wohl kontroverseste Film des Jahres hat für reichlich Gesprächsstoff im Internet gesorgt. Fast auf ganzer Linie hinweg wird der 13 mal für den Oscar nominierte Streifen (u....

Kritik: “The Brutalist” – Ein monumentaler Bau mit vielen Schichten

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Das Drama von Brady Corbet nutzt Architektur als Metapher für die Komplexität des Menschseins. Nichtnur deswegen hat sich dieses bildgewaltige Epos seine zahlreichen Lobpreisungen redlich verdient. Der Begriff “Brutalismus” hat keineswegs etwas mit Gewalt oder sonstwas dergleichen zu tun. Vielmehr versteht man darunter einen modernen architektonischen Stil, der sich in den 1950ern durchsetzte und Bauwerke auf der ganzen Welt prägte: Von zahlreichen Plattenbauten auf Gebieten der ehemaligen Sowjetunion, über Gotteshäuser bis hin zur Universitäten, der Stil ist fast überall anzutreffen. Ob die schlichten Formen und die Verwendung von Sichtbeton jeden Geschmack ansprechen, darüber darf gerne gestritten werden. Fakt ist aber, dass diese Art des Designs durch seine Schnörkellosigkeit besticht und versucht,  “ein objektives Verhältnis zur Realität zu finden”, wie es das britische Architekten Paar Alison und Peter Smithons ausdrückten. Denn letztendlich steckt hinter jedem Gebäude, mag es...