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Es werden Posts vom September, 2024 angezeigt.

Kritik: "The Substance" – Wo der Wahn im Schönheitswahn steckt

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Die bitterböse Body-Horror-Satire ist nicht nur ein fulminantes Comeback für Demi Moore, sondern auch eine geniale Abrechnung mit dem weiblichen Schönheitsideal. Filmfans mit starken Magen kommen hier voll auf ihre Kosten! “Sometimes when I watch TV I stop being myself. I'm a star, I have my own talk show, or I'm on the news getting out of a limo. All I ever have to do is be famous. People watch me, and they love me, I will never grow old, and never die.” So schallte es einst in John Carpenters “They Live!” aus einem Fernsehgerät auf den Protagonisten ein. Was in dem Sci-Fi-Horrorfilm von 1988 noch als eine Gehirnwäsche einer geheimen Machtelite gedacht war, ist heute leider Realität geworden.  Durch Reality-TV, Hollywoodfilme und Social Media ist der Druck, den Traum vom großen Ruhm, Anerkennung und damit “ewigen Leben” zu erreichen, größer denn je. Und hauptsächlich ist es das Aussehen, das als Mittel zum Zweck diesen Traum erfüllen soll. Besonders das weibliche Geschlecht le...

Kritik: "Mars Express" – Endlich wieder richtige Science-Fiction!

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Der Animationsfilm “Mars Express” gelingt etwas, das mir seit Jahren in meinem Lieblingsgenre fehlt: Einen plausiblen Blick von der Gegenwart in eine mögliche Zukunft werfen. Wie der Streifen das schafft, erfahrt ihr hier.  Durch die unendlichen Möglichkeiten, die Computereffekte heute zu bieten haben, sollte man meinen, dass Science-Fiction-Filme Hochkonjunktur im Kino hätten. Leider aber weit gefehlt. Das Genre, welches seit mehr als hundert Jahren uns zum Nachdenken über unsere Zukunft als Menschheit anregen soll, dient heute eher als Aufhänger für Action-Blockbuster. Oder aber, es dient als Vorlage für das tausendste Reboot, Remake oder Sequel/Prequel . Wo bleiben die Science-Fiction-Filme mit originellen Konzepten, die auch wirklich ihren Namen der “wissenschaftlichen Fiktion” verdient haben? Sicherlich schickten sich “Ex Machina”, “Under the Skin” oder auch “Arrival” aus dem letzten Jahrzehnt an, Sci-Fi als philosophische Erzählung wieder auferstehen zu lassen. Aber auf jeden...

Kritik: “Horizon: An American Saga” – Saga-Auftakt ohne Orientierung

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Nach 20 Jahren Abstinenz vom Regiestuhl nimmt sich Kevin Costner wieder seinem Lieblingsgenre an: Westernfilme. Mit “Horizon” hat Costner sich viel vorgenommen, auch wenn der erste Teil keine Neugierde auf mehr weckt.   Wild-West-Filme sind wohl nicht tot zu kriegen. Der US-amerikanische Mythos vom Bezwingen der Natur und des Manifest Destiny , also die von Gott gewollte Ausdehnung des damals noch jungen Staatsgebietes gen Westen, findet nach wie vor seinen Weg ins Hollywoodkino. Auch wenn das Genre nicht mehr so stark dominiert wie in den 1950ern oder späten ‘80ern, erwarten Fans sehnlichst den nächsten Western-Streifen, der ihre Fantasien beflügelt. Und genau das will Regisseur und Schauspieler Kevin Costner (“Yellowstone”) mit seinem vier Filme umspannenden Epos “Horizon: An American Saga” bieten. Der zweifache Oscarpreisträger kennt sich bestens auf diesem Gebiet aus, ist er nicht nur selber Rancher, sondern hat mit “Dances With Wolves” auch einen modernen Klassiker des We...