Kritik: “28 Years Later” – Gelungene Rückkehr einer Weltuntergangsvision
Nach mehr als 20 Jahren kehren Danny Boyle und Alex Garland in ihr verseuchtes England zurück. “28 Years Later” ist trotz kleinerer Schwächen ein gelungenes Wiedersehen mit einer Weltuntergangsvision geworden. In meinen Erinnerungen werden die frühen 2000er Jahre eine Zeit bleiben, die von Paranoia und den gesellschaftlichen Umwälzung der Terroranschläge vom 11. September geprägt waren. Der Optimismus und der leicht gelangweilte Zeitgeist der 1990er verflogen mit einem Schlag. Es trat eine Periode der Angst ein vor weiterem Terrorismus, vor der eigenen Regierung und welche Bedrohung wohl als nächstes am Horizont aufzieht. Genau in dieser Stimmung trafen Danny Boyle (“Trainspotting”) und ein Autorenneuling namens Alex Garland (“ Warfare ”) einen Nerv, als sie “28 Days Later” gemeinsam auf die Leinwand brachten. Die Geschichte um ein sich rasend schnell verbreitendes Virus, das innerhalb von nicht ganz einem Monat fast die gesamte britische Bevölkerung in blutrünstige ...