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"Kino spricht ein tiefes inneres Bedürfnis der Menschen an" – Interview mit Kinobetreiber Christian Bräuer

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Mit dem Aufstieg des Streamings kam der Niedergang des Kinos. Stimmt das wirklich? Der Managing Director der Yorck Kinogruppe und Filmliebhaber Christian Bräuer stand mir dazu Rede und Antwort. Dieser Kinosommer will einfach nicht in Fahrt kommen. Große Blockbuster wie der Mad-Max -Ableger “ Furiosa ” oder Ryan Goslings Actionkomödie “Fall Guy” floppen an den Kinokassen trotz großer Budgets und umfangreichen Marketings. Aber nicht erst seit diesem Sommer machen sich Cineast*innen Sorgen um die Zukunft des Kinos. Seit der COVID-Pandemie, den dazugehörigen Lockdowns und der Inflation wird das Ende vom gemeinsamen Schauen im Lichtspielhaus prophezeit. Zu bequem und einfach ist es mittlerweile, Filme in annähernder Kinoqualität vom heimischen Sofa aus zu schauen. Hohe Ticket- und Snackpreise haben auch ihren Anteil am Fernbleiben der Zuschauer*innen.  Sind also Kinos bald ein Relikt vergangener Tage? Nein, meint Christian Bräuer, Managing Director der Yorck Kinogruppe. Als Betreiber vo...

Kritik: “Furiosa: A Mad Max Saga” – Action-Epos mit Sand im Getriebe

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In “Furiosa: A Mad Max Saga” erzählt George Miller die Vorgeschichte der gleichnamigen Kriegerin. Bei teils packender Action und einem tieferen Einblick ins Mad-Max-Universums bleiben Handlung und Figuren leider auf der Strecke. Es war im Jahr 2015, als “Mad Max: Fury Road” durch die Kinos wie ein Muscle-Car raste und Kritiker*innen sowie das Publikum gleichermaßen begeisterte. Der Lohn für den visionären Regisseur und Drehbuchautor George Miller (“Happy Feet”) waren sechs Oscars und ein Einspielergebnis von fast 400 Millionen US-Dollar. Dass dieser Riesenerfolg einer Fortsetzung bedurfte, war mehr als offensichtlich. Umso gespannter waren Fans des postapokalyptischen Franchises, als Miller ankündigte, die Vorgeschichte über die Kriegerin Furiosa, in “Fury Road” dargestellt von Charlize Theron, zu erzählen. Sie war die eigentliche Heldin des vierten Mad-Max-Films, und ihre toughe und gleichzeitig verletzliche Art versprach ein Prequel, das sich der komplexen Entwicklung einer vielschic...

Meine Klassiker: Eine “Mad Max”-Retrospektive

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Ab dem 23. Mai nimmt uns “Furiosa: A Mad Max Saga” wieder mit in den postapokalyptischen Wahnsinn. Passend zum Kinostart blicke ich auf die “Mad Max”-Quadrilogie zurück.  Es gibt bestimmte Filmerinnerungen, die einem immer im Gedächtnis bleiben: Ich muss um die elf Jahre alt gewesen sein und war mit meiner Familie auf Urlaub in den USA. Während meine Eltern an einem verregneten Abend noch alleine im Hotelrestaurant blieben, checkten mein Bruder und ich das reichhaltige Kabelfernsehen in unserem Zimmer aus. Dabei blieben wir an einem Streifen hängen, in dem ein paar Marodeure auf Motorrädern eine Gruppe von Menschen in der Wüste terrorisierten. Sofort war ich fasziniert von dieser erbarmungslosen Szenerie und ihrem stillen Helden, der es im Alleingang mit einer Gang in SM-Kleidung aufnahm. Und wie ich später erfuhr, war der Name des Helden Max. “Mad” Max Rockatansky, um genau zu sein.  Das war das erste Mal, dass ich mit dem “Mad Max”-Franchise in Berührung kam und mich als Fil...

Große Konzepte, moderate Kosten: Die Rückkehr des Mid-Budget-Films

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Die letzten 20 Jahre des Kinos standen im Zeichen der teuren Blockbuster- oder günstigen Low-Budget-Produktionen. Nun aber lässt ein Trend an den Kinokassen hoffen, dass ein totgeglaubtes Format zurückkehrt: der Mid-Budget-Film.   Einen Film zu drehen ist kein leichtes Unterfangen. Es verschlingt Zeit, Material und vor allen Dingen Geld, jede Menge Geld. Abgesehen von No-Budget-Produktionen, die man kreativen Filmstudent*innen durchgehen lässt, muss immer eine gewisse Summe hingeblättert werden, um eine Idee vor der Kamera und in der Postproduktion umzusetzen.  Je nach Genre, Story und Konzept variieren die finanziellen Mittel, die aufgebracht werden müssen. Daher sind gerade Horrorstreifen ein probates Mittel kleinerer Studios, um mit wenig Risiko schnell mal ein paar Dollar zu machen. Große Studios hingegen pumpen gerne für Normalsterbliche unvorstellbare Summen in ihre Mega-Franchises, um so viele Fans wie möglich in die Kinositze zu bringen. Letztendlich muss sich die...